Summer Breeze 2003

Das “Summer-fucking-Breeze” (um die Children of Bodom zu zitieren) war dieses Jahr für mich eine Premiere auf meiner jährlichen Festival-Route – und eine, die sich voll und ganz gelohnt hat.

Das dieses Festival allerdings auch so seine kleinen Problemchen hat, stellten wir schon bei der Ankunft fest. Die Autoschlange zum Zeltplatz wollte einfach nicht enden. Auf dem Zeltplatz angekommen sah man auch ganz deutlich warum dem so war: TOTAL FUCKING CHAOS… alles stand komplett durcheinander. Als wir unseren Platz endlich gesichert hatten wurden erste Fragen laut, wie um alles in der Welt man hier am Sonntag je wieder rauskommen will. Ohne die zeitige Abreise einiger um uns parkenden und campenden Besucher könnte das äußerst lange dauern.

Die musikalische Eröffnung des Festivals waren für eisi und mich dann die Bloodflowerz gefolgt von Napalm Death… ich glaub spätestens nach letzeren war die richtige Festival-Stimmung aufgekommen. Am Abend sahen wir dann noch Subway to Sally, die äußerst viel Spaß machten und hernach einen äußerst enttäuschenden Auftritt von The Kovenant. Zumindest für Fans der älteren Werke ist deren neues, fast schon technoides Gestampfe irgendwie eine Beleidigung für die Ohren. Das selbst alte Songs in ein neues Gewand gepresst wurden hat zumindest für uns den absoluten Abschuss gegeben.

Die nächsten Tage sind dann Bandtechnisch gut mit Fotos dokumentiert, weswegen ich nicht allzu viele Worte darüber verlieren will. Besonders erwähnenswert waren allerdings noch die Auftritte von Naglfar (bester Live-Sound), den Apokalyptischen Reitern (absolute Party) und Finntroll (große Verwirrung um den Zeitpunkt des Auftritt und der Autogrammstunde).

Ansonsten bleibt noch zu bemerken, das der Veranstalter für das nächste Jahr unbedingt noch einiges verbessern sollte. So schien mir z.B. die Security irgendwie ständig überlastet. Der Eingangsbereich zum Festivalgelände war meist von einer langen Schlange umrahmt, am Zeltplatzeingang hielt sich selten mehr als 1 Securitymensch auf und auf dem Zeltplatz selbst hab ich ebenfalls nur 1-2 Leute gesehen, die aber immer an der einzigen Wasserversorgungsmöglichkeit standen.
Genau da tat sich bei der Hitze schon das nächste Problem auf. Irgendwie war es garnicht so einfach, an Frischwasser zu kommen. Ein einziger Wasserschlauch stellte vorerst die Versorgung für all die vielen Zelter sicher. Allerdings gabs zu unserer allgemeinen Freude am 2. Tag noch die netten Leute von der Feuerwehr, die ab und an über den Platz gefahren sind und uns mit kalten Duschen und der Möglichkeit der Flaschenauffüllung beglückten.

Kritikpunkt 3 geht in erster Linie an einige Unbelehrbare, die wohl keinen Bock hatten, sonderlich viel auf das Grillverbot zu geben. Klar isses schön, nach nem erlebnisreichen Tag auf dem Gelände noch nen Steak zum abendlichen Bier zu genießen. Aber muß das unbedingt auf nem furztrockenen Zeltplatz, auf dem neben Zelten auch noch Autos stehen, passieren? Etwas mehr Security hätte hier vielleicht auch einiges Verhindern können.

Trotz dieser Kritik war es im Grunde ein rundum gelungenes Festival mit einer sehr guten Stimmung unter den Besuchern. Gerade deshalb viel die erstaunlich geringe Anzahl an Sicherheitsleutchen wohl auch so selten auf. Ein absolutes Lob haben sich die Veranstalter für die äußerst schlaue Bühnenaufteilung verdient – während auf der Main Stage eine Band spielte, wurde auf der “kleinen” Bühne (Pain Stage) umgebaut und umgekehrt… man verpasste (so man denn wollte) keine einzige Band und mußte sich auch nicht mit irgendwelchen Umbaupausen herumärgern…

Achja: Die HÄÄÄLLGAAAA Rufer wechselten sich vor allem mit SLAAAAYEEEER Rufern ab – in sofern gewohnte nächtliche Unterhaltung. Am letzten Abend kannte die Kreativität dann wohl keine Grenzen mehr und es wurde nach allem gerufen, was irgendwie in den Sinn kam (selbst Dornröschen und Bernd das Brot wurden gesucht *g*)

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