Eine spektakuläre Kehrtwende der britischen Modern-Metal-Ikonen: Bring Me The Horizon kehren überraschend zu ihren tiefsten Wurzeln zurück und lassen ihre frühe Deathcore-Ära wieder aufleben. Anlässlich des anstehenden Jubiläums präsentiert die Band eine komplett neu eingespielte Version ihres legendären Debütalbums aus dem Jahr 2006. Das runderneuerte Werk trägt den Titel „Count Your Blessings – Repented“ und ist für eine Veröffentlichung am 10. Juli angesetzt.
Als ersten, brachialen Vorgeschmack haben die Musiker aus Sheffield die neu aufgenommene Version des Tracks „Black & Blue“ ins Netz gestellt. Die Veröffentlichung sorgt in der Szene bereits für reichlich Gesprächsstoff, da das Debüt unter Fans seit jeher als eines der prägendsten, aber auch umstrittensten Kapitel der Bandgeschichte gilt. Für den zeitgemäßen Feinschliff im Studio zeichnet sich kein Geringerer als Buster Odeholm (bekannt von thrown und Vildhjarta) verantwortlich, der dem Originalmaterial einen modernen, druckvollen Produktionsansatz verpasst hat.
Mit der Neuaufnahme räumt Frontmann Oli Sykes auch mit einem langjährigen Mythos auf. Im Gespräch mit Nik Nocturnal stellte er klar, dass die Band keineswegs im Clinch mit ihrer eigenen Vergangenheit liegt: „Ich glaube, viele Leute denken, dass wir diese Platte hassen oder uns dafür schämen, weil wir sie nicht live spielen. Aber in Wirklichkeit waren wir einfach immer nur enttäuscht davon, wie sie damals klang. Ich erinnere mich genau daran, dass wir überhaupt nicht begeistert waren, als wir aus dem Studio kamen.“
Als Hauptgrund für den ungeliebten Sound nannte Sykes die damalige Unerfahrenheit ihres Produzenten Dan Sprigg im extremen Metal-Bereich. Sprigg war zuvor vor allem für seine Zusammenarbeit mit Pop- und Soul-Größen wie Simply Red bekannt – ein drastischer Kontrast zum rohen Deathcore der jungen Band. Fans dürfen sich im Zuge des Jubiläums übrigens auf ein weiteres Highlight freuen: Bring Me The Horizon planen, die Songs von „Count Your Blessings“ im späteren Verlauf des Jahres auch im Rahmen ausgewählter Live-Auftritte wieder auf die Bühne zu bringen.
