Summer Breeze 2026: Dienstag

Hinter uns liegen 430 Kilometer Autobahn, die wir erstaunlich schnell weggedrückt haben. Ein kurzer Moment der Orientierungslosigkeit an der Autobahnausfahrt ging nahtlos in eine ländliche Odyssee über. Anstatt auf direktem Weg nach Dinkelsbühl führte uns die Route quer durch die Provinz. Das Ergebnis: Jede Menge Traktoren, bayerische Idylle und Kühe, die uns verdutzt hinterhersahnen. Kulturprogramm vor dem großen Lärm, sozusagen.
 
Um halb fünf rollten wir schließlich auf den Campground – und das fast ganz ohne den berüchtigten Anreisestau. Das Camp stand in Rekordzeit. Höchste Priorität hatte danach ohnehin nur ein Ausrüstungsgegenstand: die neue Kühlbox. Test bestanden, das Bier war eiskalt.
 
Eigentlich stand für 18:00 Uhr der „Campsite Circus“ mit den „Habenichtsen“ auf dem Zettel. Spoiler: Haben wir natürlich grandios verpasst. Weil die Uhren auf Festivals aber sowieso anders ticken, ließen wir uns treiben.
 
Ohne festes Pflichtprogramm schlenderten wir gegen 20:00 Uhr tiefenentspannt zur Campingplatz-Bühne. Genau zur richtigen Zeit: Die Death-Metaller von „Hackneyed“ baten zum Tanz und lieferten für uns den perfekten, brachialen Startschuss für das diesjährige Festival. Das Breeze ist eröffnet!
 
Hackneyed@Summer Breeze 2026
 
Totgesagte leben länger: Genau eine Dekade nach ihrer offiziellen Auflösung standen Hackneyed wieder im Rampenlicht – und das ausgerechnet auf dem Summer Breeze, wo die Band quasi als Urgesteine gilt. Die Death-Metal-Formation bot den Fans einen packenden Querschnitt durch ihre Diskografie. Neben der musikalischen Härte überzeugte die Show durch charmante, witzige und informative Ansagen, die immer wieder die tiefe Verbindung der Band zum Festival betonten.
 
Es war eine durchweg schöne, stimmungsvolle Show. Am Ende blieb nur pure Dankbarkeit, bei einem der wenigen exklusiven Auftritte dieser Reunion live dabei gewesen zu sein!

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