Der Mittwoch startete recht heiß und in gewohnter Manier mussten wir früher als gewollt die Schlafstätte verlassen. Außerhalb des Zeltes war es doch etwas angenehmer aber die Sonne meinte es schon vor 9 Uhr recht gut mit uns. Nach dem ersten Campfrühstück und einer sehr heißen Dusche starteten wir pünktlich 15 Uhr natürlich mit dem ersten Headliner des Tages, der Blasmusik Illenschwang. Wir staunen jedes Jahr aufs Neue welche Massen die Mittelfranken anziehen. Denn das Genre ist ja doch ein wenig anders ;)

Blasmusik Illenschwang @ Summer Breeze 2022
Blasmusik Illenschwang @ Summer Breeze 2022

Aber da dies zur Eröffnung des Festivals gehört und mittlerweile zur Tradition geworden ist scheint es doch für Viele den offiziellen Beginn des Summer Breeze zu bedeuten. Wir schauten uns nur die ersten Minuten an, müssen aber zugeben das die Jungs und Mädels ihre Sache gut machten. Die Stimmung war super. Einige waren sogar – vielleicht ob der Heimatverbundenheit – textsicher. Natürlich ist Musik immer eine Frage des Geschmacks, hierbei hatte allerdings der Spaß an der Sache klar den Vorrang.

Uns zog es danach erst 21.15 Uhr zur Main. Alexx gab sich mal wieder mit EISBRECHER die Ehre. Früher von uns belacht fanden wir die Fünf in letzter Zeit doch recht amüsant und durchaus hörbar. Fans waren reichlich erschienen was die Deutschen sichtlich freute, hatten auch sie eine lange Zwangspause zu bewältigen. Alexx agierte sehr viel mit dem Publikum und stieg sogar herunter um mit seinen Anhängern zu singen und ein paar Hände abzuklatschen. Wir fanden das wieder einmal sehr sympathisch. Allerdings hatten aber den Eindruck das die Leute noch nicht ganz bei der Sache waren da die Stimmung irgendwie nicht so richtig aufflammen wollte. Der Song mit 4 Buchstaben „FAKK“ ist etwas überspitzt aber sprach uns textlich gesehen aus der Seele.

Uns ist eigentlich nicht ganz richtig. Nur die Comtesse konnte das Konzert von EISBRECHER verfolgen. Eddi hatte sich nach den ersten zwei Songs schon zu THE OTHER gemacht, welche 21.40 Uhr auf der Ficken Stage erwartet wurden. Wir hatten die Band bereits 2009 auf dem Summer Breeze gesehen und Eddi wollte sich einen weiteren Auftritt keinesfalls entgehen lassen.

The Other @ Summer Breeze 2022
The Other @ Summer Breeze 2022

Den Jungs um Sänger Rod Usher blutete nach eigener Aussage ein wenig „das nicht vorhandene Herz“, da PARADISE LOST gleichzeitig auf der T-Stage aufspielten und auch mächtig Masse zogen. Die Freude war trotzdem groß da immer noch zahlreiche Fans übriggeblieben waren um „dem Fremden“ aus NRW zu lauschen. Mit ihren Horrorpunksongs hatte die Band keine Probleme die Menge bei Laune zu halten. Es wurde kräftig mitgegröhlt und getanzt.

Svalbard @ Summer Breeze 2022
Svalbard @ Summer Breeze 2022

Wieder vereint fanden wir uns 22.55 Uhr vor der Wera Stage ein um uns ein Bild von SVALBARD zu machen. Die Engländer aus dem schönen Bristol konnten heute zum ersten Mal ihre Aufwartung auf dem Summer Breeze machen. Im kurzen schwarzen Rock mit Amon Amarth Shirt begrüßte Serena Cherry das doch umfangreich erschienene Publikum. Mit bisher 3 releasten Studioalben hat die Band schon einige Bekanntheit errungen. Nach der freudigen Begrüßung und der Ansage des ersten Songs ging es leider soundtechnisch erst mal völlig nach hinten los. Der Gesang und die Gitarren waren kaum zu hören und die Drums klangen wie eine Kinderblechtrommel. Es dauerte einige Zeit bis die Titel relativ vernünftig anzuhören waren. Uns tat die Truppe am Anfang etwas leid aber sie ließen sich keine Sekunde verunsichern und rissen ihr Metal/Hardcore Set mit großer Begeisterung ab.

Hernach folgte eine Wanderung zur zeltigen Unterkunft um ein spätes Abendessen einzunehmen. Somit konnten wir KORPIKLAANI nur ein wenig aus der Ferne lauschen. Immer mal wieder wenn der Wind ein paar Fetzen der Folk Metal Songs zu uns zu uns rüber trug. Somit sind wir an dieser Stelle zu keiner aussagekräftigen Meinung fähig.

Nyrst @Summer Breeze 2022
Nyrst @Summer Breeze 2022

Frisch und gestärkt erwarteten uns eine halbe Stunde nach Mitternacht NYRST. Nachdem die Isländer 2016 ihr erstes Demo aufgenommen hatten, erschien 2020 endlich das Debütalbum „Orsök“. Wie auf der Scheibe erwies sich auch der Live-Auftritt der Black Metaller hart, schnell, unverfälscht und eisig. 

Auf DIE APOKALYPTISCHEN REITER verzichteten wir ob des Regens der immer mehr zunahm und verzogen uns in unsere Behausung um schon einmal für euch ein paar Bilder zu bearbeiten und Texte zu verfassen so wie diesen hier. Und auch in dieser Nacht ging es gegen 3 Uhr in die „Federn“.

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